Der Bedarf an Schulranzen für von Kinderarmut betroffene ErstklässlerInnen steigt

DAS SCHULRANZENPROJEKT 2019: DER BEDARF AN SCHULRANZEN FÜR VON KINDERARMUT BETROFFENE ERSTKLÄSSLERINNEN STEIGT

Foto: Kinderglück e.V.

Das Kinderglück-Schulranzenprojekt 2019 läuft auf Hochtouren. Aktuell gehen beim Kinderglück e.V. Anträge von Kindergärten, Jugendämtern, Grundschulen sowie Betreuungseinrichtungen freier Träger ein. Noch vor Ablauf der Antragsfrist sind es bereits 1.650 Anträge von 235 Institutionen. Das bedeutet, dass bereits vor Ablauf der Antragsfrist Ende Mai mehr Anträge vorliegen als 2018. Der Verein rechnet mit bis zu 1.800 Anträgen. Bis zum 24. Mai 2019 ist es Institutionen möglich Schulranzen im Namen der Eltern zu beantragen. Diese werden am 18. und 19. Juni in der Kinderglück-Halle gegenüber des Dortmunder Flughafens an die Mitarbeiter der Institutionen verteilt. Diese übergeben sie im Anschluss an die Eltern. Der spendenbasierte Kinderglück e.V. geht 2019 von einem kalkulierten Finanzbedarf von rund 100.000 Euro aus und freut sich über Spenden in jeglicher Höhe.

Das Bildungspaket, das pro Kind 100 Euro vorsieht, ist einfach nicht realitätsnah kalkuliert. Soziale Organisation, wie wir es sind, versuchen dieses Manko aufzufangen. Wir beobachten, dass die Zahl der Anträge jährlich zunimmt. Es ist wichtig, dass mehr und mehr Menschen bewusst wird, dass ein Schulranzen im Jahre 2019 keine Selbstverständlichkeit darstellt und es ist wichtig zu verstehen, dass die meisten Eltern alles tun, um ihren Kindern einen Schulstart auf Augenhöhe zu bereiten. Das Geld reicht oft einfach nicht aus. Es passiert häufiger, dass wir mit Vorurteilen gegenüber solchen Familien konfrontiert werden und diese Vorwürfe spiegeln in den meisten Fällen nicht die Faktenlage“, so Kinderglück-Gründer Bernd Krispin.

Durch über die Jahre entstandene Kooperationen mit Herstellern kann der Verein die hochwertigen Schulranzen-Sets (inkl. Etui, Sportbeutel, Schlamper etc.)  stark vergünstigt für dieses Hilfsprojekt erwerben und verteilen. Der Kinderglück e.V. legt Wert darauf, dass es sich um hochwertige und rückenstützende Produkte handelt. Kinderarmut beinhaltet oft auch gesundheitliche Nachteile und diesem Aspekt möchte der Verein in Bezug auf den Ranzen vorbeugen.

Die Tornister werden vor den Sommerferien von Ehrenamtlichen in der Kinderglück-Halle an die Antragssteller verteilt. Diese übergeben sie den Eltern, sodass die Kinder zu keinem Zeitpunkt wissen, dass es sich hier um eine Spende handelt. Aufgrund dessen gibt es auch keine Bilder von Erstklässlern, denn der Verein möchte, dass die Kinder ihren ersten Schultag völlig unbeschwert erleben können.

Wie wichtig dieses Projekt für die Entwicklung von angehenden Grundschulkindern ist, zeigen Rückmeldungen von AntragstellerInnen, wie beispielsweise der Leiterin des Ev. Familienzentrums Kindergarten Berghofen, Susanne Amft, die am 29.04.19 via Mail schrieb:

„Ich habe es nun schon selbst erleben dürfen, wie stolz diese Kinder sind, wenn Sie uns ihren (für sie von den Eltern erhaltenen) Schultornister zeigen. Wir machen jedes Jahr eine Tornisterparty, bei der alle Maxis ihren Tornister mitbringen können. Gerade diese Kinder, die es nicht immer so gewohnt sind, ähnliche Dinge zu erhalten, wie die anderen, sind besonders stolz auf ihren Tornister. Das Gefühl, dass sie sich freuen, dass ihre Eltern ihnen auch einen tollen Tornister besorgen konnten, ist ihnen ins Gesicht geschrieben. Besonders diesen Aspekt, dass die Kinder davon ausgehen, ihren Tornister natürlich von den Eltern/Großeltern erhalten zu haben, macht es zu einem besonderen Projekt. Im Namen dieser Familien bedanken wir uns dafür.“

Presseanfragen:

Inga Kröger
Fundraising & Kommunikation

Mail: i.kroeger@stiftung-kinderglueck.de
Handy: +49 (0)176 633 02 866
Festnetz: +49 (0)2301 91889 502
Fax: +49 (0)2301 89 54 994

2019-09-18T15:39:18+01:0010. Mai 2019|

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